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Gender - Chancengleichheit im Arbeitsleben

Service

Spezialbegriffe rund um "Gender Mainstreaming"


Direkte Diskriminierung

Eine direkte Diskriminierung liegt vor, wenn eine Frau oder ein Mann benachteiligt wird, nur weil sie dem einen oder anderen Geschlecht angehören.

Diversity

Der Begriff Diversity meint die Verschiedenheit in biologischer, sozialer und kultureller Hinsicht. Dazu gehören einerseits äußerlich wahrnehmbare Unterschiede wie Geschlecht, Ethnie, Behinderung und Alter sowie subjektive Unterschiede wie sexuelle Orientierung, Religion und Lebensstil. Besonders häufig wird der Begriff im Personalmanagement als Diversity Management verwendet. Dieser Ansatz nimmt die individuelle Verschiedenheit der MitarbeiterInnen wahr und plant und organisiert Prozesse so, dass vorhandene Potentiale optimal ausgenutzt werden.

Frauenförderung

Frauenförderung sind all jene Maßnahmen, die das Ziel haben, die Diskriminierung von Frauen zu beseitigen. Diskriminierung meint dabei nicht nur direkte, sondern auch indirekte Benachteilungen. Instrumente der Frauenförderung sind Quoten, spezielle Kurse für Frauen (z.B. IT-Kurse) etc.
Durch Gender Mainstreaming wird Frauenförderung nicht überflüssig. Die beiden Methoden können sich gegenseitig ergänzen, weshalb sie oft als so genannte "Doppelstrategie" angewandt werden.

Gender

Gender bezeichnet in Abgrenzung zum (biologischen) Geschlecht die gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Rollen von Frauen und Männern. Diese sind erlernt und deshalb auch veränderbar.

Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming bezeichnet den Prozess, in dem alle gesellschaftlichen Vorhaben danach betrachtet werden, inwiefern sie unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer haben. Gender wird so zum Querschnittsthema. Ziel ist es, Prozesse und deren Ergebnisse so zu gestalten, dass sie in ihren Auswirkungen beiden Geschlechtern in ihren Interessen und jeweiligen Lebenssituationen gerecht werden.
Gute längere Erläuterung auf den Seiten der ARD-Tagesschau

Indirekte Diskriminierung

Eine indirekte Diskriminierung von Frauen bzw. Männern liegt vor, wenn eine vermeintlich neutrale Regelung sich in ihrer konkreten Anwendung so auswirkt, dass sie Frauen bzw. Männer regelmäßig benachteiligt. Beispiel: Die Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten stellt insofern eine indirekte Diskriminierung von Frauen dar, als Teilzeitbeschäftigte zum überwiegenden Teil weiblich sind.

Männliches Ernährermodell

Das Male-Breadwinner-Modell ist ein sozialwissenschaftliches Modell. Es bezeichnet die Konstellation in einer Familie, in welcher der Mann einer bezahlten beruflichen Tätigkeit nachgeht und als Hauptverdiener die Familie ernährt. Die Frau leistet in erster Linie unbezahlte Arbeit (Versorgung der Familie und des Haushalts) und erwirbt höchstens einen Zuverdienst.